Flüssigkeitsdefizit und Dehydration bei älteren und dementen Menschen
Ein ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders bei älteren und dementen Menschen oft problematisch. In meiner langjährigen Tätigkeit habe ich immer wieder erlebt, dass Dehydration in schweren Fällen sogar eine Krankenhausbehandlung erfordert.
Ursachen eines Flüssigkeitsdefizits
Normalerweise löst bereits ein Flüssigkeitsverlust von 0,5 % Durst aus. Doch bei vielen älteren Menschen schwindet dieses natürliche Signal. Trinkaufforderungen werden dann als unangenehm empfunden. Weitere Ursachen können sein:
- Veränderte Nierenfunktion
- Medikamente wie Diuretika (bei Herzinsuffizienz) oder Abführmittel
- Eingeschränkte Mobilität, fehlende Kraft zum eigenständigen Trinken
- Nachlassendes Geruchs- und Geschmacksempfinden, was Appetit und Trinklust reduziert
Gerade bei dementen Menschen gerät das Trinken oft in Vergessenheit.
Tipps zur Vorbeugung
- Trinkrituale etablieren: Kaffee zum Frühstück, Tee am Abend, Getränke bei Besuchen oder geselligen Runden
- Attraktive Getränke anbieten: Wasser, Kräuter- und Früchtetees, verdünnte Säfte, Suppen, wasserreiches Obst und Gemüse
- Regelmäßige Trinkangebote: Etwa stündlich ein Glas Wasser oder Tee kann helfen, die empfohlene Tagesmenge von 2–2,5 Litern zu erreichen
- Auf Warnsignale achten: Teilnahmslosigkeit, Verwirrung, Appetitlosigkeit, körperliche Schwäche können Hinweise auf eine Dehydration sein
Achtsame Begleitung und Unterstützung
In Pflegeeinrichtungen fehlt oft die Zeit für eine intensive Betreuung beim Trinken.
Im Rahmen meiner ganzheitlichen, naturheilkundlichen Begleitung berücksichtige ich mögliche Ursachen von Flüssigkeitsmangel und gebe wertvolle Anregungen zur Vorsorge.